Wein & Gesundheit

Wein und Gesundheit



Wein ist gesund – diese Feststellung klingt zunächst einmal zu allgemein. Und niemand würde behaupten, dass diejenigen Konsumenten, die viel Wein trinken, gesünder wären als Menschen, die keinen Wein oder nur selten Wein trinken. Das Thema Wein und Gesundheit ist anders zu verstehen und vielseitiger zu betrachten.

 

Es ist allerdings eine Tatsache, dass Menschen, die häufiger Wein in Maßen genießen, vor allem dann, wenn der Weingenuss in geselliger Runde geschieht, sich wohler fühlen und nicht so leicht zur Schwermütigkeit neigen.

 

Damit nicht genug. Bekannt ist auch, dass der Weingenuss in Begleitung zu einem Essen die Speisen bekömmlicher macht und die Verdauung unterstützt.

 

Der regelmäßige Weingenuss – das haben zahlreiche internationale wissenschaftliche Studien ergeben – beugt aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Ja, Menschen, die regelmäßig Wein trinken, können auch weniger anfällig für Krebserkrankungen sein – wobei natürlich das Weintrinken keine Garantie bieten kann. Verschiedene Weininhaltsstoffe, besonders Tannine und die roten Farbstoffe, haben eine antioxidative Wirkung. Solche und andere Weininhaltsstoffe wirken den gefährlichen freien Radikalen entgegen, die für Krebserkrankungen mitverantwortlich gemacht werden.



Im Rotwein werden höhere Gesamt-Polyphenolkonzentrationen gemessen; Phenole gelten neben dem Alkohol als zweite wirksame Substanzgruppe im kardioprotektiven Geschehen. Zur großen Gruppe der Polyphenole zählen aber viele Einzelverbindungen, die den positiven Effekt (die antioxidative Wirkung) mehr oder weniger erfüllen. Untersuchungen weisen darauf hin, dass man im Weißwein mehrere dieser effektiveren Substanzen findet.

Dies würde auch die Ergebnisse mehrerer klinischer Studien erklären, bei denen kein Unterschied in der gesundheitlichen Wirkung von Weiß- und Rotwein gezeigt werden konnte. So belegen die Erkenntnisse der „Mainzer Weinstudie“, dass sich das Infarktrisiko durch deutschen Weiß- und Rotwein gleichermaßen senken lässt.

 

Aber natürlich ist Wein kein Medikament und sollte auch so nicht betrachtet bzw. konsumiert werden. Wein ist ein Kulturgut, letztlich ein Lebensmittel mit Genuss- und Gesundheitswert.


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