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15.04.2009: 
Über 200 Ärzte fanden den Weg zum Symposium „Update zu Nutzen und Risiken alkoholischer Getränke“ auf dem diesjährigen Internistenkongress in Wiesbaden.
Zum Thema Wein und Herz – Was ist neu, was ist wichtig? referierte Prof. Dr. Markus Flesch – Kardiologe und Chefarzt im Marienkrankenhaus Soest. Nahezu unumstritten sei, dass moderater Konsum alkoholischer Getränke mit einem gesenkten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen assoziiert ist. Bei moderaten Alkoholdosen – besonders in Form von Wein - werde dieser „Schutzeffekt“ nicht durch eine erhöhte Sterblichkeit in anderen Krankheitsbereichen ausgeglichen, so dass auch die Gesamtsterblichkeit erniedrigt ist.
Interessant ist, dass dieser Effekt sowohl für Gesunde als auch – das ist neu - für Risikopatienten gilt. Dabei verwies er auch auf seine eigenen Forschungsergebnisse aus der „Köln-Ahr-Diabetes-Wein-Studie“. Ein mehrwöchiger Konsum von deutschem Rot – und Weißwein führte bei Diabetikern zu einer Zunahme der Zahl zirkulierender Stammzellen und zu einer Verbesserung der Gefäßfunktion. Möglicherweise sei dies ein wichtiger neu entdeckter Mechanismus, über den die günstigen Effekte von Weinkonsum erklärt werden können.
Der Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm, befasste sich mit der Frage, ob Wein und Bier in ihrer gesundheitliche Wirkung gleich, ähnlich oder verschieden sind. Effekte sind bei allen alkoholischen Getränken erkennbar.
In vielen Studien schneiden aber Weintrinker gesundheitlich besser ab als Bier- oder Spirituosenkonsumenten. Dabei stellt sich die Frage, ob für diese Effekte das Getränk selbst oder der „Konsument“ bzw. unterschiedliche Trinkgewohnheiten verantwortlich sind. Worm gibt zu bedenken, dass der typische Weinliebhaber seltener raucht, im Durchschnitt schlanker ist und „gesünder“ isst.
Zudem genießen Wein- im Vergleich zu Bier- und Spirituosen-Trinkern eher mäßig dafür aber regelmäßig – und das bevorzugt zu den Mahlzeiten. Diese kulturellen Unterschiede im Trinkmuster finden sich auch bei Jugendlichen wieder. Die Rate des besorgniserregenden episodisch „Binge Drinking“ („Koma-Saufen“) liege in südeuropäischen „Weinländern“ um ein Vielfaches niedriger als in Skandinavien, UK, Irland und Dänemark, und das obwohl diese Länder zu jenen mit dem höchsten Gesamtalkoholkonsum in Europa zählen.
Aber es gibt auch getränkespezifische Unterschiede: Wein - egal ob rot oder weiß-enthält mehr Polyphenole als Bier – antioxidative Inhaltstoffe mit gesundheitsrelevanten Wirkungen, die über die des Ethanol hinausgehen.
„Unabhängig davon passt moderater Weingenuss besonders gut zu einer gesunden Ernährung und kann neben dem Nichtrauchen sowie einer regelmäßigen körperliche Aktivität als Bestandteil eines präventiv wirksamen Lebensstils betrachtet werden“, resümiert Genussmensch Worm. 
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