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07.02.2011: 
Die klassische mediterrane Ernährungsweise, die obligatorisch das Glas Wein zum Essen einschließt, geht im Ergebnis der großen europäischen Bevölkerungsstudie "EPIC" einher mit einer signifikanten Verminderung der Gesamtsterblichkeit, und zwar um 14 Prozent.
Über 23.300 griechische Männer und Frauen waren Teil einer großen europäischen Bevölkerungsstudie (EPIC), in der der Zusammenhang zwischen Lebensgewohnheiten und Krankheiten aber auch der Lebenserwartung untersucht wird. Im Beobachtungszeitraum von 8,5 Jahren starben insgesamt 1075 Menschen, deren Krankheitsdaten und Ernährungsvorlieben von einer Forschergruppe der Universität Athen in Zusammenarbeit mit der renommierten Harvard School of Public Health ausgewertet wurden.
Wein, wichtige Säule mediterraner Ernährung
Die Untersuchung zeigte folgendes Ergebnis:
- Die klassische mediterrane Ernährungsweise, die obligatorisch das Glas Wein zum Essen einschließt, ging einher mit einer signifikanten Verminderung der Gesamtsterblichkeit, und zwar um 14 %. Dies bestätigte die Erkenntnisse aus älteren Studien.
- Neu ist allerdings, dass man den Einzelelementen der mediterranen Ernährungsweise unterschiedlichen Anteil an diesem lebensverlängernden Effekt zuordnen konnte. Auf einen Anteil von 23,5 % bezifferten die Forscher den moderaten Weinkonsum. Als „moderat“ wurden hier tägliche Alkoholmengen von bis zu 25 g für Frauen und bis zu 50 g für Männer definiert, d.h. bis circa ein viertel bzw. halben Liter Wein. Mit etwa 16 % wurde ein hoher Gemüsekonsum für das längere Leben verantwortlich gemacht und zu etwa 10 bis 11 % war ein vermehrter Verzehr an Früchten, Nüssen, Hülsenfrüchten und einfach ungesättigten Fettsäuren (wie z.B. Oliven- oder Rapsöl) beteiligt.
- Dagegen zeigten ein hoher Konsum von (rotem) Fleisch und Fleischprodukten sowie von Ballaststoffen und Milcherzeugnissen gegenteiligen bzw. minimalen bis gar keinen Effekt.
Professor Trichopoulos, der Leiter der Studie, stellte fest, dass derjenige mit der höchsten Lebenserwartung rechnen kann, der gerne und viel Gemüse, Früchte, Nüsse und Hülsenfrüchte isst, Oliven- oder Rapsöl bevorzugt und moderat Wein genießt - in erster Linie zu den Mahlzeiten. Die Forschergruppe betont allerdings, dass der Weineffekt nur für moderate Mengen gilt und exzessiven Konsum ausschließt. 
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